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MedienmitteilungVeröffentlicht am 1. Oktober 2025

EU-Projekt «SOCIAREM» mit Empa-Beteiligung: Wie lassen sich die Einführung von Solarenergie und bürgerorientierte Energielösungen beschleunigen?

Dübendorf, 01.10.2025 — Das EU-Projekt «SOCIAREM» möchte innovative Lösungen für die grossflächige Einführung von Photovoltaikanlagen und erneuerbaren Energiegemeinschaften in ganz Europa fördern. Es verbindet Forschung, Technologie und gesellschaftliches Engagement, um die gesellschaftliche Akzeptanz erneuerbarer Energien zu steigern. Das Projekt bringt 15 Partner aus neun Ländern zusammen, um die Energiewende in einem 42-monatigen Projekt voranzutreiben, es wird vom Förderprogramm «Horizon Europe» der EU kofinanziert.

NEST

Das europäische Projekt «SOCIAREM» wird mit einem Konsortiumstreffen am 2. und 3. Oktober 2025 in Madrid offiziell starten. «SOCIAREM» wird von der EU und dem Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) kofinanziert und bringt ein multidisziplinäres Konsortium aus 15 Partnern aus neun Ländern zusammen, um die Einführung von Photovoltaikanlagen und Modellen zur gemeinsamen Energienutzung zu beschleunigen, indem soziale, regulatorische, technische und wirtschaftliche Hindernisse angegangen werden.

«SOCIAREM» hat sich zum Ziel gesetzt, innovative Tools und Dienstleistungen zu entwickeln, die in der Praxis getestet werden, um die Einführung von Photovoltaikanlagen für Bürger, Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften und Netzbetreiber zu vereinfachen. Das Projekt wird Gamification-Strategien für die Energieerziehung, Open-Source-Modelle für Energiegemeinschaften und unvoreingenommene Beratungsinstrumente für Verbraucher untersuchen und gleichzeitig politische Entscheidungsträger einbeziehen, um Genehmigungsverfahren und regulatorische Rahmenbedingungen zu optimieren.

«SOCIAREM» läuft bis März 2029 und ist ein 42-monatiges «Horizon Europe»-Projekt mit einem Gesamtbudget von knapp 5,6 Millionen Euro, das von der EU und dem Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) kofinanziert wird. «SOCIAREM» verspricht, die Einführung von Photovoltaik durch benutzerfreundliche, auf die Bedürfnisse der Verbraucher zugeschnittene Lösungen in Form von Schulungsworkshops zu unterstützen und gleichzeitig grenzüberschreitende regulatorische Herausforderungen des Marktes anzugehen. Durch die Verbindung von Technologie, Regulierung und Gesellschaft wird das Projekt direkt zu den europäischen Zielen im Bereich der erneuerbaren Energien beitragen, indem es die Einführung der Solarenergie inklusiver und breiter akzeptiert macht.

Das Konsortium hinter «SOCIAREM»

Das Konsortium wird von der «Comillas Pontifical University» in Madrid koordiniert, die die Energie- und Sozialforschung, die PV-Optimierungstools und die Entwicklung von Serious Games leitet. Das Konsortium umfasst 15 Organisationen mit sich ergänzenden Fachkenntnissen: KMU wie AKUYARI (Spanien) und 8D-Games (Niederlande) tragen mit Innovationen in den Bereichen Nutzerengagement und Gamification bei; Forschungsinstitute wie R&D Nester (Centro de Investigaçao em Energia Ren), Watt-IS und CEVE (Cooperativa Eléctrica do Cale d’Este, Portugal) bringen fundiertes technisches Know-how in den Bereichen erneuerbare Energien und P2P-Austausch ein, während Phoebe Research & Innovation Ltd (Zypern) und die Empa die Überwachungs-, Optimierungs- und Planungstools für die Einführung von PV vorantreiben. Die Hauptaufgaben der Empa im Projekt bestehen in der Konzeption und Demonstration der Swiss Community PV Demo im NEST auf dem Empa-Campus in Dübendorf, wobei der Schwerpunkt auf Echtzeitbetrieb, Sektorkopplung (Elektrofahrzeuge, Rechenzentren, Wärmepumpen), PV-Optimierung sowie Geschäftsmodell- und Regulierungsanalysen liegt. Die Empa beteiligt sich als assoziierter Partner und erhält Fördermittel vom Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI).

Akademische Partner wie die Universität Zypern, die Universität Deusto (Spanien) und die Universität Assuan (Ägypten) bringen führende Forschungsergebnisse in den Bereichen intelligente Energiesysteme, Sozialwissenschaften und Netzwerkplanung ein. Akteure aus der Zivilgesellschaft und lokalen Gemeinschaften wie FMES (Fondazione dele Comunità del Mediterraneo Sostenibili e Solidali per l’Inclusione e l’Accoglienza – Ente Filantropico) und Sinloc (Italien) sorgen für eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Energiegemeinschaften, während die Finnova Foundation (Belgien) die Kommunikation und Verbreitung vorantreibt und Zabala Innovation Consulting (Spanien) die Verwertung und Innovation verwaltet. Zusammen vereint dieses vielfältige Konsortium exzellente Forschung, technologische Innovation und starke Outreach-Kapazitäten, um die Wirkung des Projekts zu maximieren.

Zur Pressemitteilung

Informationen

Dr. Binod Koirala
Urban Energy Systems Lab
Tel. +41 58 765 46 83
binod.koirala@empa.ch